Wie alles begann…

Vor einigen Monaten begann ich, zu überlegen:“Was tust Du eigentlich selbst für den Klimaschutz und wie nachhaltig lebst Du?“ Diese Fragen ließen mich in den kommenden Wochen nicht los und zusammen mit meiner Frau überlegt ich, was können wir selbst überhaupt ändern? Und auf einmal war sie da, die Idee, das eigene Auto abzuschaffen. Und schon kamen die ersten Zweifel auf:

  • Jetzt als Rentner wollt ihr euer Auto abschaffen?
  • Nur noch mit Bus und bahn unterwegs sein?
  • Das ist doch eine Schnapsidee, das haltet ihr nicht durch!
  • Seid doch froh, dass ihr ein Auto habt!
  • Kommt ihr mit eurer rente nicht aus?

Weitere ähnliche Kommentare mussten wir uns immer anhören, wenn wir über dieses Thema sprechen wollten. Das hinderte mich aber nicht, erst einmal selbst eine kleine Untersuchung anzustellen. Für drei Monate führte ich ein Fahrtenbuch und jede fahrt wurde akribisch eingetragen, auch der Grund für die Fahrt und ob diese Fahrt überhaupt nötig war oder ob sie nur zu unserem Vergnügen stattfand. Nach den drei Monaten stellte ich fest, dass wir im Schnitt maximal noch 500 km im Monat mit dem PKW zurücklegten, davon waren ca. 300 km der Sparte „Unnötige Fahrten“ zuzuordnen. Hierzu zählten zum Beispiel die Fahrt zum Gottesdienst, diesen weg konnten wir bequem zu Fuß erledigen oder ab und zu mal nach Kaufland zum Einkaufen. Auch unnötig, denn dies können wir auch zu Fuß erledigen und haben dann noch den Vorteil, dass wir nicht zu viel einkaufen, weil unser sogenannter „Renter-Porsche“ ein begrenzten Stauraum hat. Richtig interessant wurde es dann aber bei den Kosten. Zusammen mit der Berücksichtigung des Wertverlustes summierten sich die monatlichen Kosten auf rund 500,00 Euro. Im Umkehrschluss bezahlten wir den gefahrenen Kilometer mit 1 Euro.

Spätestens jetzt war mir klar, dass Auto muss weg. Denn für die 500,00 Euro im Monat gönne ich mir lieber den ein oder anderen Urlaub zusätzlich. So begann also unser Leben ohne Auto unterwegs. In der nächsten Story erfahrt ihr dann, welche Erfahrungen ich beim Verkauf des Fahrzeuges machte und wer am Ende der Glückliche war.